 Sonderausstellung “Die Kunst des Lichtdrucks”Vom 22. November 2009 bis 24. Januar 2010 im Museum für Druckkunst in Leipzig.Vom 22. November 2009 bis 24. Januar 2010 kann man im Museum für Druckkunst in Leipzig die heute äußerst selten verwendete Kunst des Lichtdrucks bewundern. Dabei handelt es sich um ein Mitte des 19. Jahrhunderts entwickeltes Druckverfahren, welches auf der Belichtung und partiellen Härtung einer Gelatineschicht auf Galsplatten beruht.
Während Anfang des 20. Jahrhunderts noch über 200 Lichtdruckereien in Deutschland zu finden waren, gibt es heutzutage nur noch eine Handvoll weltweit. Das vergeleichsweise teure und langwierige Verfahren wurde von modernen Bildbearbeitungsprogrammen und Druckverfahren abgelöst. Dennoch hängen Künstler und Kunstinteressierte weiterhin an der traditionellen Technik: " Welcher Kunstkenner und Kunstliebhaber will schon die geheiligten 42 Zeilen der Gutenbergbibel in Rasterpunkte aufgelöst wissen? Lichtdruckreproduktionen von Stichen, Radierungen, Lithografien, Handzeichnungen, Aquarellen, Frottagen, Fotografien, Noten- und Schriftautographen bieten sich zum Beispiel an, wenn es gilt, wertvolle Originale, die besser im Safe aufbewahrt werden, für Ausstellungszwecke durch originalgetreue Reproduktionen - Faksimiles - zu ersetzen".
Durch die Lichtdrucktechnik verliert die Reproduktion nicht den speziellen Reiz des Originals, denn dieses befindet sich während des Drucks unverfremdet auf der Druckplatte und wird direkt gedruckt. Gegenstand der Ausstellung im Leipziger Museum für Druckkunst ist die anschauliche Darstellung der Geschichte und Technik des Lichtdrucks, welche Heute noch in Leipzig und Kyoto - Japan gepflegt wird. Der Ausstellung geht eine fünftägige Workshopphase voraus, in welcher fünf Künstler jeweils einen Tag damit verbringen, in den Werkräumen des Museums eine große Originalgrafik zu schaffen. Diese und weitere Werke der Künstler Jörg Bock-Dahmen, Patrick Fauck, Milena Popova, Susanne Werdin und Christiane Werner werden ebenfalls in der Ausstellung präsentiert. Übrigens wurde das Museum für Druckkunst 1994 in Leipzig gegründet und bietet seit dem eine Art "Druckwerkstatt zum Anfassen und Mitmachen". Die Arbeitsmethoden der ausgestellten Maschinen und Pressen werden von Buchdruckern, Schritsetzern und Schriftgießern vorgeführt und erklärt. Zusätzlich werden regelmäßig Kurse, Workshops und Vorträge angeboten.
Buch- und Druckkunstinteressierte kommen hier sicher auf ihre Kosten! Weitere Infos gibts hier: www.druckkunst-museum.de |